Dass die Wiener Kaffeehauskultur türkische Wurzeln hat, war mir ja schon irgendwie geläufig. Nach meinem wahrscheinlich folgenschweren Besuch in Istanbul hege ich die Vermutung, dass die ganzen süßen Köstlichkeiten, samt Sachertorte auf türkische Traditionen zurückgehen. Und das kam so: Schon kurz nach meiner Ankunft in der Wunderstadt, die Europa mit dem Orient verbindet, fielen mir diese unglaublichen Berge an Naschereien auf. Aber nicht nur Baklava wie man es inzwischen auch hier kennt und seine unzähligen Artverwandten – mit poetischen Namen wie Finger des Wesirs, Engelshaar oder Nachtigallennester. Neben dem Blätterteiggebäck sahen meine Äuglein noch jede Menge türkischen Honig beispielsweise in rot mit Granatapfel- oder Rosensirup und schließlich unglaublich prächtige Torten aus verschiedenfarbigen Buttercremes.