In den letzten Wochen führt mich mein Weg häufiger von der Kaiserstraße in die Domstraße. Kurz bevor man die Berliner überquert, liegt links die Bahnhofsstraße. Sie schein hinter einem Parkdeck in Vergessenheit geraten, obwohl von teils schönen alten Häusern gesäumt, führt sie hier ein Dasein im Verborgenen.

Gestern habe ich mir die Ausstellung “Géricault – Bilder auf Leben und Tod” angesehen. Vielleicht war das nur so eine kleine Reminiszenz an Professor Klaus Herding, bei dem ich einst in Frankfurt Kunstgeschichte studierte und der unsere Aufmerksamkeit auf die unglaublich plastisch dargestellten, gequälten menschlichen Körper auf dem “Floß der Medusa” lenkte. Um so etwas darzustellen wie die grausamen “Begleiterscheinungen” von menschlichem Leid haben wir ja heute die Fotografie, die digital geworden, auch die unterschiedlichsten Varianten einer Ansicht in Sekundenschnelle bietet.