Ein Sonntag, an dem es warm ist und leicht nieselt, bietet genau die richtigen Voraussetzungen für einen Ausflug in den Chinesischen Garten. Schon wenige Schritte hinter dem Eingang in der Berger Straße fühlt man sich in eine komplett andere Welt versetzt. Prachtvolle Farne und Azaleen in allen Regenbogenfarben säumen den Weg (jedenfalls im April) – und bei etwas Feuchtigkeit herrscht eine nahezu tropische Atmosphäre. Beim Anblick der entzückenden chinesischen Brücke mit kleinen fernöstlichen Monsterchen auf den Pfeilern und grünen Löwenköpfen am Tor fühlte ich mich sofort versetzt in das reizende Städtchen Hoi-Anh in der Mitte Vietnams. 

Gleich um die Ecke des kleinen St. Ulrichplatzes, wo ich wieder mein Quartier in Wien bezogen hatte, auf der Burggasse, gibt es eine moderne Café-Bar, die eigentlich ein Möbelhaus ist oder beides. “Das Möbel” diente uns am Abend als letzte Haltestelle für einen Absacker und morgens als Reinsacker in einen regnerisch kühlen Museumstag im Belvedere.