Heute führte mich ein Treffen mit der Grafik Designerin Lisa Beck in die Darmstädter Landwehrstraße und die alte Motorenfabrik, die hier angesiedelt war. Ich lief von der Straßenbahnhaltestelle ein Stück die Kirschenallee entlang, an den Backsteinwänden der Evonik vorbei, die früher mal Röhm hieß. Wo Schienen im Pflaster verwittern, geht es weiter in Richtung eines imposanten Gebäudes mit großen Werkshallen dahinter. Dort, wo von 1902 bis 1960 Dieselmotoren für Lokomotiven und Traktoren hergestellt wurden, ist nachdem die Firma Schenck es abgegeben hat, ein spannendes Areal für kreative Unternehmungen entstanden.

Ich kannte die Raumkonzepte von Tobias Rehberger aus Pop-up-Restaurants wie der Degussa-Kantine oder dem Museum für Moderne Kunst. Vielleicht gerade deshalb hatte ich eigentlich keine Vorstellung davon, was ich von der Ausstellung in der Frankfurter Schirn zu erwarten hätte. Der Einladungs-Flyer, den mir eine Freundin zum Geburtstag überreichte, flimmerte vielversprechend in schwarzweiß und gab so einen vagen Hinweis, dass es sich nicht um zweidimensionale Kunstwerke handeln würde.

In einem kleinen Kellerraum der Stadtbibliothek ruht, Jahre vergessen, ein Schatz von 600 Bildern – die  meisten von ihnen von Offenbacher Künstlern. Ich bin dort mit zwei Kollegen vom Offenbacher Kunstverein, wo wir 40 Bilder für die Offenbacher Kunstansichten (26. bis 28.4.) aussuchen. Sie werden im neuen Kunstraum im Wohnbüro (alte IHK) gezeigt.

Eine Freundin hatte Einladungen für das gestrige Frankfurter Großereignis bekommen und wir trafen uns im Frankfurter Kunstverein, um uns für die Begegnung mit Yoko Ono und ihren Werken zu stärken. Dafür boten sich Beluga Linsen und Kartoffelsalat sowie ein Glas Wein. Wir taten gut daran, denn was da kommen sollte, verlangte uns Einiges an Kraft ab. So einfach ist der Zugang zu Onos Werk nicht.  

Die Malerin und Filmemacherin Leonore Poth hat ihr Atelier in einem großen alten Wohn- und Geschäftshaus der Jahrhundertwende in der Niddastraße. Großer Torbogen. Dann fünfter Stock oder so. Ich war ganz außer Puste. Es ist das einzige Haus in der Niddastraße, das ich kenne. Habe dort im vierten Stock jahrelang die Kobra gemacht oder den Hund – in den Yogakursen des dortigen Instituts.