Offenbach zu Fuß

Offenbach am Main —> ist eine spannende Stadt, die in den letzten Jahren immer selbstsicherer und attraktiver geworden ist. Dazu hat auch die Ausstellung „Making Heimat“ im Deutschen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig 2016 beigetragen. Sogar ein komplettes Feuilleton widmete die Frankfurter Allgemeine Zeitung 2018 der sonst oft verachteten Mini-Metropole.

Mit Ingrid Walter kann man Offenbach entdecken, die unterschiedlichen Seiten der Stadt kennenlernen und Geheimtipps auf die Spur kommen. Bei ihren Touren entsteht eine inspirierende Atmosphäre, in der die Teilnehmer die Stadt sehen, hören, riechen und schmecken können – und das ist bei jeder Tour anders. Im Folgenden sind einige Tourvorschläge zusammengefasst. Auf Wunsch können auch individuelle Spaziergänge für Gruppen ab 10 Personen zusammengestellt werden. Ganz gleich, ob es sich um ein Business-Treffen handelt, um ein Schulklassenjubiläum oder um einen runden Geburtstag. Eine Tour durch Offenbach ist ein schönes Erlebnis, das allen Spaß macht und in Erinnerung bleibt.

Tour 1  |  Rund um den blauen Kran  

Bei der Tour „Rund um den blauen Kran“ treffen sich die Teilnehmer zu einem kleinen Picknick auf der Plattform der weithin sichtbaren Industrieskulptur, die sich zu einem neuen Wahrzeichen für die Stadt entwickelt hat. Bei Apfelsecco, Schwarzbrot und Handkäse-Tartar lernen die Teilnehmer das neue Hafenviertel von oben kennen. Dazu hören Sie kurze Prosa und Gedichte, die in der Umgebung entstanden sind. Von dort geht es zum Hafen 2 und Richtung Nordend zum „Märktchen“, das jeden Donnerstag stattfindet oder zur Akademie für interdisziplinäre Prozesse kurz Afip, wo der Betreiber Lutz Jahnke über das spannende Kulturprogramm in dem ehemaligen Schleckermarkt informiert. Auf der Strecke liegen interessante Industriedenkmäler, die heute zu den „Werkstätten“ der Kreativwirtschaft geworden sind und den Spirit der Stadt ausmachen.

Tour 2  |  Mit Goethe und Lili nach Little Italy

Diese Tour startet am sogenannten Lili-Tempel in der Herrnstraße, einem zauberhaften Gebäude, das viele Zeiten überdauert hat und heute wieder von alter Pracht und Herrlichkeit kündet. Dort erfahren die Teilnehmer Spannendes über die Liebe zwischen Lili und Goethe und werden in den Bann dieser Liebesgeschichte gezogen. Die geschichtsträchtige Herrnstraße entlang, vorbei am Bernardbau und Büsing-Palais, geht es zur „Wiege“ Offenbachs, der Französisch Reformierten Kirche. Als Goethe sich von seiner Verlobten Lili trennte, keimte in ihm der Wunsch, nach Italien zu reisen. Das lässt sich in Offenbach auf kurzen Wegen machen, denn über Berliner Straße, Marktplatz, Salzgässchen und Wilhelmsplatz gelangt man ins Mathildenviertel, wo sich in den Sechzigern eine große italienische Gemeinde angesiedelt hat. Stilgerecht nehmen die Teilnehmer in einer original italienischen Pasticceria einen Espresso mit Dolci oder einen Aperitivo mit herzhaften Leckereien zu sich. Selbstverständlich schauen wir auch bei Offenbachs bekanntestem Geheimtipp, der Käserei L’Abbate vorbei.

Tour 3  |  Verkannte Schönheit Offenbacher Westend

Diese Tour führt durch das prachtvolle Offenbacher Westend nahe der Stadtgrenze. Vorbei geht es an schönen Gründerzeithäusern bzw. Fabrikantenvillen mit Jugendstilanklängen bis zum Ledermuseum auf der Frankfurter Straße, wo starke Kontraste das Bild bestimmen. Bei der Kunstgalerie „Sight“ in der Schillstraße und/oder der Galerie Thomas Hühsam dürfen die Teilnehmer hinter die Kullissen schauen und einiges erfahren über die positive Wirkung von Kunst. Die Tour endet in Offenbachs kleinstem und feinstem Kaffeehaus „Mein Lieblingsplatz“, wo Caroline Bafkam Sachertorte und Buchteln nach original Wiener Rezepten herstellt.