Ich weiß nicht so genau, was an der Bahnhofsviertelnacht anziehender wirkt: Die Öffnung von Tür und Tor, auch seitens halbweltlicher Vergnügungsstätten, in die man sonst nicht reinkommt oder die Menschen an sich. Für mich war es gestern eindeutig letzteres. 

Gestern kam alles anders: Morgens wachte ich auf, weil mein iPhone nicht klingelte. Es zeigte stoisch ein schwarzes Display und blieb stumm. Selbst nachdem ich alle Tasten mehrmals langanhaltend oder kurz, einzeln und zusammen gedrückt hatte. Es half alles nichts. Und das an einem Tag, an dem fast ausschließlich Außentermine in Frankfurt anstanden. Was also tun, wenn die Technik versagt?

Gestern führten mich eine unschuldige E-Mail-Einladung und das schöne Wetter zum Hoffest bei der Tomatenkönigin Heidi Jung in Oberrad. Vom Buchrainweg sind es kaum zwanzig Minuten Wegzeit zu den Gewächshäusern. Einzige Hürde, die zu überquerende Autobahn. Aber, wenn man dann durch die Wiesen, in der sehr treffend benannten Zufahrtsstraße, im Teller 2 ankommt, kann man das schnell vergessen.